Vodafone LTE

Vodafone LTE – nice but useless…

Nach etwas über einer Woche Wenig-Nutzung (ich nutze das Netz nur in den Abendstunden und eben am Wochenende) bin ich enttäuscht. Nicht über die Qualität der Bandbreite oder die Stabilität der Funkverbindung. Nein, ich bin enttäuscht über die Naivität der „Vodafone-Vertriebs-Experten“, die Vodafone LTE im billigsten Tarif von derzeit 32,49 EUR mit 5 GB Inklusiv-Volumen ausstatten. Alles was über die 5GB hinaus geht, wird auf DSL light (384 kBit) gedrosselt.

Damit kann man vielleicht ein iPhone oder ein iPad betreiben, mehr aber auch nicht. Nach knapp einer Woche bin ich bei sage und schreibe 2,672 GB angelangt. Also noch eine Woche und mein Freikontingent ist aufgebraucht und ich schalte meinen DSL-Router wieder ein.

Bisheriges Fazit:
Schöne neue Technik mit noch ein paar Macken (ab und zu Verbindungsabbrüche) aber mit 5 oder 10 GB pro Monat absolut unbrauchbar (es sei denn, man liest nur Mails, verzichtet auf Youtube & Co, hört kein Internetradio, lädt keine Softwareupdates für seinen Virenscanner & Betriebssystem, etc.) und schaut jeden Tag auf seinen Verbrauchszähler. So macht Internet keinen Spaß.

Ich hab’s getan!

Ich war gerade am Teegut und habe mir eine Tüte „schnelles Internet 2 Go“ geholt. Das ganze nennt sich Vodafone LTE und wird im Rahmen einer Try & Buy-Aktion für 30 Tage kostenfrei angeboten. Und kostenlos heißt wohl auch dieses mal wirklich kostenlos. Ich darf wohl, wenn mir das Produkt nicht gefällt, den Artikel ohne Angabe von Gründen einfach mit Rücksendeschein zurückschicken – ohne dass ich auch nur einen Cent bezahle.

Wenn ich es hingegen behalte, könnte es arg teuer werden. Auf dem Vertrag stehen 32,49 € / Monat für 5 GB Download-Volumen bis max. 3,6 MBit/s im Download zzgl. Anschlusspreis von 24,99 € bei 24 Monaten Mindestvertragslaufzeit. Der Verkäufer meinte, ich solle meinen ISDN/DSL Anschluss einfach kündigen. Da ich aber weiterhin ISDN brauche, wäre ich bei 24,95 + 32,49 (- 10,- EUR als Rabatt für LTE + ISDN meinte der Verkäufer) = 47,44 €. Ist schon arg teuer im Vergleich zu nem Standard-DSL Anschluss mit 16 MBit und OHNE Downloadbegrenzung.

Ach übrigens: Der Verkäufer meinte, dass derzeit weder Download-Volumen noch Download-Geschwindigkeit korrekt gemessen und verrechnet werden können. Angeblich wäre mein Vertrag (weil es einer der ersten wäre) bzw. meine Hardware die ich bekomme, von jeder Restriktion auch in Zukunft ausgeschlossen. Wenn ich das schriftlich von ihm bekomme, würde ich vielleicht darüber nachdenken. Ansonsten wird es sehr wahrscheinlich nur bei dem 30 Tage Test bleiben.

Erfahrungsbericht mit LTE folgt.

Vodafone LTE kommt nach Rottenbauer

Heute abend gabs eine Verkaufspräsentation von Vodafone in meiner Wahlheimat, dem ländlich gelegenen Würzburg Rottenbauer. Präsentiert wurde dabei die neue LTE (Long Term Evolution) Technologie, mit der bis zu 50Mbit/s im Downstream und bis zu 10Mbit/s im Upstream erreicht werden sollen. Anfangs wurde ein Werbefilmchen gezeigt, dessen Aussagen später von den Rottenbau’rern noch heftig kritisiert wurden. Mit LTE würde u.a. Breitband-Internet und IPTV problemlos möglich. Aber wie, wenn man im teuersten Tarif nur max. 30GB pro Monat runterladen kann und dann auf 384kBit gedrosselt wird?

Und wieviele User könnten gleichzeitig mit maximaler Geschwindkeit surfen bzw. Fernsehen schauen? Voice-IP und Peer-2-Peer wird mit LTE nicht möglich sein, warum? Viele, viele kritische Fragen, wenig klärende Antworten, u.a. weil noch nicht einmal Verträge mit konkreten Vertragsbedingungen existieren.

Bei der laufenden Diskussion wurde vielen schnell klar, dass LTE zwar eine tolle neue Technologie ist, aber herkömmliches DSL genausowenig ablösen wird wie UMTS/Edge mit Volumenbegrenzung. Einige Rottenbau’rer verliessen sogar relativ frustiert vorzeitig die Veranstaltung. Man hatte irgendwie das Gefühl, dass jeder LTE haben will, aber bloss nicht der eigene Nachbar, da dieser ja dann mögliche Bandbreite stiehlt.

Fazit: Ich werd LTE im Rahmen einer Try&Buy Aktion von Vodafone sicher mal 30 Tage testen. Aufgrund der hohen Kosten von mindestens 42,49 EUR pro Monat für 10 GB Volumen ist es preislich aber noch weit, von für mich erträglichen Kosten, entfernt. Zumal ich nach wie vor auf meinen Festnetzanschluss angewiesen bin für den ich derzeit auch gut 30,- EUR pro Monat löhne.